Zum Hauptinhalt springen

Die Luft wird dünner!

Hund mit Stachelwürger

In Sachen Tierschutz wurde mit Änderung der Tierschutz-Hundeverordnung und der Tierschutztransportverordnung TierSchHuV zum Ende des Jahres einige Verbesserungen zum Schutz der Tiere erreicht.

Worum geht es ?
Sehr wichtig für alle Hundebesitzer, laut Änderung von TierSchHuV §2 Absatz 5 gilt ein Verbot von Stachelhalsbänder oder anderer für die Hunde schmerzhafter Mittel. Diese Änderung tritt nun zum 01.01.2022 in Kraft.

Vorab, wer sich an das Gesetz nicht hält, wer vorsätzlich oder fahrlässig handelt, muss mit empfindlichen Sanktionen nach TierSchG §18 von bis zu 25.000 Euro rechnen.

Beispiel:
Jeder der Hunde trainiert ob in Hundeschulen oder im Verein, weiß bereits seit langem dass ein Einsatz von Stachelwürger, Korallen- bzw. Dressurhalsband im Hundetraining Schmerz und Verletzungen am Hals des Hundes auslösen kann. Es scheint aber dass es diese Leute nicht kümmert, wenn ein Hund durch solche Trainingsmethoden verletzt werden kann. Noch viel niederträchtiger von einem Hundetrainer ist es, wenn dieser ein Stachelhalsband für den Hund des Kunden empfiehlt, obwohl er genau weiß dass es nun verboten ist. Um zu unterstreichen dass der Trainer Recht hat werden alt bekannte Mythen hervorgebracht, wie: Du musst der Rudelführer sein. Diese Rasse braucht eine starke Hand. Du musst der Chef sein. usw.
Der Hundemensch kauft nun selbst ein sogenanntes Korallenhalsband. Da dieser oft keinerlei Erfahrungen besitzt, ist dass u.U. viel gefährlicher für den Hund. Aber mit dem Wissen von Strafe macht der Hundetrainer sich die Hände nicht mehr schmutzig. Problem gelöst, da die Tierquälerei  jetzt beim Hundebesitzer passiert, der nun ausmerzen soll was im Training mit dem Hund nicht erreicht wurde. Doch Vorsicht! Auch wer fahrlässig handelt kann bestraft werden.

Die Luft wird dünner!
Wir freuen uns sehr das es gelungen ist dieses Verbot in die Verordnung mit aufzunehmen. Natürlich hätten wir uns noch mehr gewünscht. Wie z.B. das Leinen ruckeln, das Kneifen und Bohren mit den Fingern usw.. Einen Hundetrainer der heute noch selbst Strafen im Hundetraining anwendet sollte sich nun schleunigst auf die Schulbank setzen und die üblen Methoden auf keinen Fall mehr anwenden. Denn früher oder später werden bei solchen Ausbildern die Kunden mit den Füßen abstimmen. Und wenn das nicht hilft, die angekündigten Strafen sollten eine gute Motivation sein das Verhalten gegenüber den Hunden zu ändern. Dies gilt ganz besonders für Hundeschulen die Hundeausbildung nur als Geschäftsmodell verstehen.

Quellen:
Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Hundeverordnung und der Tierschutztransportverordnung
Vom 25. November 2021 - PDF-Dokument  Jetzt Lesen

Tierschutz-Hundeverordnung - PDF-Dokument  Jetzt Lesen